Meerschweinchen Krankheiten: Vorbeugen, erkennen und behandeln

Wenn Meerschweinchen krank werden ist das für Tier und Halter keine schöne Situation. Damit es nicht soweit kommt, kann man einiges tun, um Krankheiten vorzubeugen. Im Laufe eines Meerschweinchenlebens kommt es jedoch auch mal zu Krankheiten und Unwohlsein. Erkennt man schnell die Ursache, kann man sofort handeln, damit es dem Meerschweinchen schnell wieder besser geht.

Meerschweinchen KrankheitenWenn Meerschweinchen krank werden

Wie auch bei Menschen, gibt es auch bei Meerschweinchen viele und komplexe Krankheiten. Das Meerschweinchen krank werden können und die Behandlung Kosten verursacht, sollte somit bei der Anschaffung von Meerschweinchen bedacht werden. Auch ein Tierarztbesuch für einen generellen Checkup sollte 1-2 Mal im Jahr eingeplant werden.

Altersbedingte Krankheiten

Ein Meerschweinchenleben dauert durchschnittlich 6-8 Jahre und wie auch beim Menschen, können Bewegungsapparat und Orientierung eingeschränkt werden. Häufig verlieren die Meerschweinchen-Senioren viel Gewicht, weil die Nährstoffe im Futter nicht mehr so gut aufgenommen werden können. Auch Etagen im Meerschweinchenstall können jetzt auf Grund von Hüft- oder Rückenproblemen zum Hindernis werden.

Meerschweinchen Krankheiten vorbeugen

Krankheiten können von anderen Tieren, infiziertem Futter oder Kot oder auch vom Mensch übertragen werden. Viele Krankheiten werden jedoch auch durch falsche Unterbringung, Pflege, Fütterung oder Hygiene ausgelöst.

Um Krankheiten bei Meerschweinchen vorzubeugen, sollte man also auf diese Punkte achten:

  • Eine ausreichende Meerschweinchenstallgröße sorgt für mehr Bewegung und Harmonie unter den Tieren
  • Zur Meerschweinchenpflege gehören Krallen- und Haarpflege, sowie Beschäftigungsmöglichkeiten
  • Zur richtigen Fütterung gehören in jedem Fall Heu, Gräser, Kräuter und Gemüse.
  • Hygienebedingte Krankheiten können durch regelmäßiges Misten vermieden werden.

Schnell erkennen, wenn es dem Meerschweinchen schlecht geht

Ändert sich das Verhalten deines Meerschweinchens solltest du es beobachten. Sind Kot und Urin verändert? Ist das Gewicht wie immer? Sieht das Fell gesund aus? Außerdem lässt sich viel aus dem Verhalten schließen. Teilnahmslosigkeit, fressunlust, zittern oder eine schnelle Atmung deuten ebenfalls darauf hin, dass es deinem Meerschweinchen nicht gut geht.

Ab zum Tierarzt

Ein Tierarztbesuch mit deinem Meerschweinchen ist unbedingt notwendig, wenn dein Tier nicht mehr frisst. Dies kann die Folge einer Krankheit sein und ist eventuell bedrohlicher als die Krankheit selbst. Wenn das Meerschweinchen nicht mehr frisst, kann die Verdauung eingestellt werden. Meerschweinchen haben einen sogenannten Stopfdarm. Durch das ständige Futtern, wird der Weitertransport im Darmkanal sichergestellt.

Frisst das Meerschweinchen nicht, sollte man noch am gleichen Tag den Tierarzt aufsuchen

Bei Verletzungen, Erkrankungen der Atemwege oder Überhitzung ist ebenfalls ein Tierarztbesuch notwendig. Am Wochenende oder Feiertagen kann man auch in die Kleintierklinik fahren, diese haben einen 24 Stunden Notdienst.

Krankheiten behandeln

Ein guter Tierarzt zeigt was man tun muss, um das Meerschweinchen zu Hause wieder gesund zu pflegen. Verordnet der Tierarzt ein Medikament oder eine Salbe, lass dir zeigen, wie und in welcher Menge du diese anwendest.

Ist dein Meerschweinchen krank, gib ihm besonders viel Ruhe und beobachte sein Verhalten. Verschlechtert sich sein Zustand, zögere nicht erneut den Tierarzt aufzusuchen.

Bei unheilbaren oder sehr schweren Krankheiten, wird der Tierarzt dich auf die Möglichkeit des Einschläferns aufmerksam machen und mit dir diese Möglichkeit besprechen.

Bild: fotolia.com (Chris Brignell)


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