Meerschweinchen päppeln

Wenn Meerschweinchen auf Grund einer Erkrankung nicht mehr fressen, müssen sie gepäppelt werden. Wie das Päppeln funktioniert und was du dazu brauchst, erfährst du in diesem Artikel.

Meerschweinchen Päppelfutter

Meerschweinchen Päppelbrei anrühren

Warum päppeln?

Frisst ein Meerschweinchen nicht mehr, liegt in der Regel eine Erkrankung vor. Das Tier sollte dann schnellstmöglich zum Tierarzt gebracht werden, um die Ursache für die Nahrungsverweigerung festzustellen. Häufig sind Zahnfehlstellungen das Problem, aber auch andere Erkrankungen wie zum Beispiel Aufgasung oder Durchfall können zur Einstellung der Nahrungsaufnahme führen.

Neben der Behandlung der eigentlichen Krankheit muss dann häufig gepäppelt werden. Ebenso muss eigentlich immer nach einer Operation gepäppelt werden. Meerschweinchen dürfen nicht fasten, da ihr Verdauungssystem so angelegt ist, dass dies ständig in Gang sein muss. Stetiges Fressen ist für die Nager also überlebenswichtig.

Päppelanleitung: Wie päppel ich richtig?

Manche Meerschweinchen fressen den Päppelbrei vom Teller selbstständig. Dies ist natürlich die beste und unkomplizierteste Lösung. Einige Meerschweinchen müssen jedoch eher „zwangsernährt“ werden, da sie den Päppelbrei nicht von alleine nehmen. Wenn das der Fall ist, rührst du zunächst den Brei an und verwendest dann eine kleine Spritze, z.B. eine 1,0 ml Spritze. Mit dieser kannst du deinem Meerschweinchen am besten seitlich den Brei langsam in den Mund spritzen.

In der Regel brauchst du keine Angst vorm Päppeln haben, die meisten Meerschweinchen fressen ihn recht gerne. Bei unseren Meerschweinchen wurde uns häufig fast die Spritze aus der Hand gerissen, so erpicht waren sie darauf den Päppelbrei zu futtern. Geht es deinem Meerschweinchen jedoch sehr schlecht, kann es auch sein, dass der Päppelbrei verweigert wird. Ziehe dann bitte deinen Tierarzt zu rate.

Meerschweinchen päppeln

Wie häufig muss ich mein Meerschweinchen päppeln?

Meerschweinchen, die nicht fressen, sollten ungefähr alle 3-4 Stunden über den Tag verteilt gepäppelt werden. Das Tier sollte dabei 1/20 seines Körpergewichts an Päppelbrei bekommen. Wiegt das Meerschweinchen beispielsweise 1000g, muss es ca. 50g Brei bekommen.

Wichtig: Während der Päppelphase solltest du täglich das Gewicht kontrollieren und so prüfen, ob dein Meerschweinchen ausreichend Nahrung aufnimmt. Bei Gewichtsverlust kontaktiere bitte deinen Tierarzt.

Welchen Brei kann ich zum Päppeln meines Meerschweinchens nehmen?

Päppelbrei bekommst du in der Regel direkt beim Tierarzt. Es gibt verschiedene Produkte, wie z.B. Critical Care® HERBIVORE oder RodiCare®. Beides für ca. 10-15 Euro. Das Pulver muss mit Wasser angemischt werden bis ein sämiger Brei entsteht. Danach kannst du dein Meerschweinchen damit füttern.

Der Brei besteht aus leicht verdaulichen Rohfasern und Kräutern und ist appetitanregend.

Tipp: Lass dir beim ersten Mal Päppeln direkt vom Tierarzt zeigen, wie du dein Tier am besten päppen kannst.

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  • Critical Care Herbivore ist ein Alleinfuttermittel für pflanzenfressende Heimtiere mit natürlichem Anisaroma für pflanzenfressende Tiere die sich in einem schlechten Ernährungszustand befinden
  • Critical Care ist ein hochwertiges Futtermittel für pflanzenfressende Heimtiere, die durch Erkrankung oder nach Operation ihr gewohntes Futter nicht aufnehmen können. Die spezielle Zusammensetzung dieses Produktes auf der Basis von Timothy-Grasmehl mit einem hohen Faseranteil kann dabei helfen ein physiologisches Darmmilieu und die Verdauung zu unterstützen
  • Am einfachsten ist die Verabreichung des zubereiteten Breis in einer Schale. Sollte das Tier dazu zu geschwächt sein, können Sie den Brei auf einem kleinen Löffel anbieten. Falls Ihr Tier sehr schlechten Appetit hat beziehungsweise die Nahrungsaufnahme krankheitsbedingt gestört ist, kann Critical Care mit einer Spritze in kleinen Mengen zwischen die Lippen verabreicht werden

Beachte: Unsere Gesundheitstipps ersetzen keinen Tierarzt und dienen ausschließlich der Information. Für eine korrekte Diagnose daher bitte immer eine Tierarztpraxis aufsuchen.