Schlaue Nager aus Südamerika
Woher kommen Meerschweinchen und wo leben Meerschweinchen? Die Geschichte der Meerschweinchen beginnt in den Bergen der Anden. Die kleinen Nager sind in weiten Teilen Südamerikas verbreitet. Dort leben die kleinen Nager in Kolonien. Die Gruppe besteht aus einem Harem mit einem dominanten Männchen, vielen Weibchen und Jungtieren. Die Meerschweinchen leben stets in Reichweite vieler fressbarer Gräser und Dickicht, in dem sie bei Gefahr Schutz finden.
Wie Meerschweinchen zu Haustieren wurden
Die Inkas, die zwischen dem 13. und 16. Jahrhundert in Teilen Südamerikas herrschten, machten die Meerschweinchen zu Haustieren. Sie verehrten die Kleintiere als heilige Tiere, aßen aber auch ihr Fleisch. Als die spanischen Eroberer nach der Entdeckung Amerikas begannen die Schätze der Inkas zu plündern, versteckten die Inkas die Tiere im Haus, wo sie bis heute in unterirdischen Höhlensystemen wohnen.
Die spanischen Eroberer wurden trotzdem auf die Kleintiere aufmerksam. Nutzten sie ebenfalls als Fleischmahlzeit und schließlich kamen die Meerschweinchen durch die spanischen Seefahrer nach Europa.
In Europa werden Meerschweinchen bis heute vorwiegend als Haustiere für Kinder genutzt und häufig wurden und werden die Nager nicht artgerecht gehalten. In der Gesellschaft sind die Tiere als Kuscheltiere bekannt, die man in einem kleinen Käfig und auch mit Kaninchen halten kann. Dieser Irrglaube ändert sich nur langsam und ist den Informationen durch den Tierschutz und der Erforschung der Lebensart der Tiere zu verdanken.
Die Wildmeerschweinchen in Südamerika
Neben den Hausmeerschweinchen der Inkas, gibt es in den Anden bis heute noch Wildmeerschweinchen. Sie leben in Unterschlüpfen unter der Erde, die sie entweder selber bauen oder von anderen Tieren übernehmen. Einen Großteil der Zeit des Tages sind sie mit der Suche nach Futter beschäftigt. Trotz des rauhen Klimas halten die Meerschweinchen keinen Winterschlaf. Wildmeerschweinchen haben, anders als die Hausmeerschweinchen, nur graues Fell und sind nicht so einfach auseinander zu halten.
Von Wildmeerschweinchen gibt es 15 Arten. Nur eine davon ist die Ursprungsart der späteren Hausmeerschweinchen. Jedoch ist bis heute nicht vollständig geklärt ob die Art Cavia aperea oder die Tschudi-Meerschweinchen die Vorfahren unserer heutigen Hausmeerschweinchen sind.
Was die Nagetiere auszeichnet
Meerschweinchen sind kleine, schlaue Tiere, die in Gruppen mit fester Rangordnung leben. Sie sind sehr soziale Tiere, die nicht alleine gehalten werden sollten. Sie wiegen zwischen 700 und 1800g und können bis zu 10 Jahre alt werden. Mit ihren Quieklauten, wie bei Schweinen, verständigen sie sich untereinander. Ihr Speiseplan ist vegan und besteht vorwiegend aus Gräsern und Heu. Außerdem benötigen Meerschweinchen Vitamin C, das sie mit der Nahrung aufnehmen müssen.
Die Nager sollten viel Platz und Auslauf haben, mindestens 0,5 Quadratmeter pro Tier. Die kleinen Tiere müssen sich bewegen und wenn es ihnen gut geht, flitzen sie und springen sie umher. Dieses Verhalten wird „Popcornen“ genannt.
MEERSCHWEIN SEIN bietet viele Informationen und Hilfe rund um die Meerschweinchenhaltung. Stöberen Sie einfach weiter. Hier gibt es Informationen unter anderem zu:
Der Meerschweinchen Steckbrief
Die Meerschweinchen-Kastration: Alle Fakten und Infos
Geschlechterfragen: Meerschweinchen Weibchen und Männchen
Meerschweinchen als Labortiere: Ein Blick auf die Tierversuche
Sinnesorgane: So nehmen Meerschweinchen ihre Welt wahr
Meerschweinchen Verhalten: So deutest du Verhaltensweisen richtig